Galerie – Makrofotografie

Fotografien & Fotokunst VON MARTIN SERAPHIN

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Plötzlich war sie da – die Corona-Pandemie. Wie in den meisten Bereichen des täglichen Lebens, waren die Möglichkeiten auch in der Fotografie sehr eingeschränkt. Reisen ging gar nicht mehr und an den Landschaften vor der eigenen Türe hatte ich mich bereits so gut wie satt fotografiert. Was also tun, fragte ich mich. Gemeinsam mit einem Freund bafasste ich mich mit der Makrofotografie. Doch einfach nur mit einem ganz normalen Makro-Objektiv fotografieren kam für mich nicht in Frage, es musste extremer sein. Der Herbst war bereits vorbei und Insekten waren äußerst rar. Also wurde in den hintersten Winkeln von Garage und Schuppen nach Spinnennetzen gesucht. Eine ausgetrocknete Wespe und eine ebenso ramponierte Fliege waren also die ersten Motive vor dem 2.5x – 5x Makroobjektiv. Inzwischen fotografiere ich mit einer bis zu 10-fachen Vergrößerung.

Ein solches Bild zu erstellen dauert oft mehrere Stunden. Ein solches Insekt ist oft nur 1 bis 2 Millimeter groß und nicht leicht zu positionieren. Die meisten der hier gezeigten Bilder bestehen aus 150 bis 400 einzelnen Fotografien. Der Prozess des Fotografierens geschieht automatisiert. Über eine Software auf dem Notebook stelle ich den ersten und letzten Schärfepunkt des Motivs ein. Zur besseren Ansicht ist dazu ein externer Monitor mit der Kamera verbunden. Ein Controller steuert dann den Makro-Schlitten und lässt die Kamera Bild für Bild aufnehmen. Ich verlasse dazu den Raum, denn der kleinste Luftzug oder selbst die „Erschütterung“ beim Niesen könnten Fehler beim Stacken verursachen.

Wenn die Aufnahmen komplett sind, werden sie gerändert. Eine spezielle Software, HeliconFocus, rechnet die Bilder so zusammen, dass nachher ein einziges Bild übrigbleibt, mit den scharfen Bereichen aller vorhandenen Einzelbilder. Aber auch dabei muss oft noch ein wenig eingegriffen werden. Zum Schluss dann die übliche Prozedur bei meinen Bildern: Die finale Bearbeitung in Adobe Lightroom, Photoshop und diversen anderen Programmen. Der besondere Look ist wichtig für mich – auch in der Makrofotografie!

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